Waldorfschule Karl Schubert · Graz Freie Waldorfschule mit Inklusion in Schule, Hort und Kindergarten, Riesstraße 351, 8010 Grat Waldorfschule Karl Schubert · Graz Freie Waldorfschule mit Inklusion in Schule, Hort und Kindergarten, Riesstraße 351, 8010 Grat
Startseite
Waldorfschule mit Integration
Kindergarten
Der Unterrichtsablauf
Räume der Integration
Aus dem Leitbild
Werkstufe
Schulzeitung
Schulprojekte
Schulabschluss
Schulveranstaltungen
Rudolf Steiner Seminar Graz
Kontakt
Offene Stellen

    webdesign © RSdesign.at
Werkstufe
Werkstufenkonzept Karl Schubert Schule

Bildungs- und Unterrichtsziele:
Die Lern und Arbeitsgemeinschaften, die den Grundsatz des Sozialen vor den der Leistung stellen, sollen eine gemeinsame Erziehung und Beschulung von  Jugendlichen mit unterschiedlichen Entwicklungsstörungen ermöglichen. Dadurch kann der intellektuell Begabtere den mehr aufs Tun Gerichteten unterstützen und ergänzen, ebenso der gemüthafte Reifere den Schwererziehbaren und der Gewandtere den Ungeschickten. Dieser Grundsatz der gegenseitigen positiven Interaktion zwischen den Schülern wird durch heilpädagogische Maßnahmen seitens der Betreuer ergänzt, die auf differenzierte Weise den verschiedenen Behinderungsarten entgegenkommen.

Methodisch – didaktische Gesichtspunkte:
Der Unterricht der Werkstufe soll religiöse und soziale Werte entwickeln helfen,  ebenso soll er ermöglichen, die eigenen Neigungen zu entdecken, Fertigkeiten zu erwerben und den Weg zu einer sinnvollen Selbstverwirklichung weitgehend eröffnen. Dies geschieht durch handwerklich – künstlerischen Epochenunterricht z.B. in  Holzverarbeitung, Wollwerkstatt, Hauswirtschaft und Gartenbau.
Bei diesen Arbeiten werden die Jugendlichen vor praktische Aufgaben gestellt, die von ihnen durch Denkvorgänge vorbereitet und begleitet werden. Dieser unmittelbare Zusammenhang zwischen Denken und Tun nimmt der kognitiven Herausforderung den abstrakten Charakter. Die Gedankenwelt jedes Schülers soll im Tätigsein je nach seiner Möglichkeit angeregt und bereichert werden. Der epochenbegleitende Unterricht gibt Gelegenheit, die elementaren Fähigkeiten des Schreibens, Lesens und Rechnens zu üben. Jedes Arbeitsprojekt wird schriftlich vor- und nachbereitet und Materialien ihrer Qualität und Herkunft nach kennengelernt. Es werden stets die drei grundlegenden Fähigkeiten des Denkens , Fühlens und Handelns in ihre Wechselbeziehung gebracht und damit eine Stärkung der Eigenpersönlichkeit bewirkt.
Der Fachunterricht wie Religion, Musikerziehung, Bildnerische Erziehung, Eurhythmie, Üb- und Förderstunden sowie Sprechen und Schauspiel sollen die Pflege und die Bildung des jungen Menschen abrunden.
Der Unterrichtsablauf:
Die Werkstufe arbeitet täglich an einem rhythmischen Programm, das durch den intensiven Gebrauch der Gliedmaßen das seelische Potenzial in Bewegung bringen soll. Infolge der vielen Wiederholungen gewinnen die jungen Menschen nicht nur eine Sicherheit im Ablauf, sondern ihre Persönlichkeit wird durch die intensive Gebärdenunterstützung ausgebildet und Artikulation sowie Ausdrucksform können nachhaltig für sie verständlich gemacht und angewandt werden.
Einen weiteren Unterrichtsteil füllt die Arbeit aus. Dazu gehören Holzverarbeitung, Wollwerkstatt, Hauswirtschaft und Gartenbau sowie Töpfern und Schneidern. Das Besondere an diesem Tätigsein ist nicht das Hervorbringen von vielen Produkten, sondern das tägliche Üben von erlernten Arbeitsschritten, bis hin zum selbstständigen Tun. Dadurch kann jeder einzelne junge Mensch gemäß seinen Fähigkeiten schwierigere bis ganz leichte Arbeitsschritte übernehmen, für diese auch Verantwortung tragen und somit seine Persönlichkeit stärken. Das ist ein wichtiger Prozess, denn es wird zu oft unterschätzt, wie wesentlich für diese jungen Menschen das Lob, die Anerkennung und Achtung ist. Diese Persönlichkeiten sind wie wir darauf angewiesen, ein wesentlicher Teil einer Lebensgemeinschaft zu sein.
Der rhythmische Teil wie die Arbeit wird für jene Schüler, die auch lesen, schreiben und rechnen, so aufbereitet, dass sie bei diesen Übungseinheiten einen Bezug zu ihrer Tätigkeit bekommen. Erlebnisbilder können aus ihrer Seelenwelt hervorgeholt und durch sie selbst bearbeitet werden. Zu diesem Bereich gehört auch das Theaterspiel, wie die Nacherzählübungen von erledigter Arbeit und erlebter Freizeit. Künstlerische Bereiche wie Musik, Malen und Eurhythmie runden die Bildung der jungen Menschen ab.